Postmoderne Suchtbefriedigung.

In der Online-Ausgabe des 20minuten-Heftlis kann man zurzeit einen bestimmt sehr gründlich recherchierten Artikel darüber lesen, was den aufgeschlossenen Medienkonsumenten heutzutage zu sehr vereinnahmen könnte. Der sportliche Titel “Was uns alles süchtig macht” animierte auch mich zum lesen, obwohl ich beim besten Willen nicht mehr sagen kann, wie ich auf der Seite gelandet bin. Ich fasse zusammen:

1. Hypergesundes Essen
Dem geneigten Leser eventuell auch unter dem Begriff “Orthorexie” bekannt.

2. Selfies
Illustriert ist dieser Punkt mit (noch) einem Bild von Kim Kardashian.

3. Fitness
Passt schliesslich auch zu den ersten beiden Punkten.

4. Fernsehserien
Ergänzt durch eine erwähnenswerte Übersetzung des Begriffs “Binge Watching”: Komaglotzen.

5. Nahrungsergänzungspillen
Sollte eigentlich nach Punkt 1, 2 und 3 nicht mehr überraschen.


So weit, so gut. Ich ging kurz in mich und überprüfte mein eigenes Suchtrisiko. Ich attestierte mir eine enorm geringe Gefährdung bei allen Punkten ausser dem vierten, da es seinerzeit gelegentlich - vorzugsweise vor den Prüfungssessionen im Studium - schon zu bedenklichem Verhalten diesbezüglich gekommen war. Ich wollte den Tab gerade schliessen, als ich sah, dass mir netterweise noch vier weitere Artikel empfohlen wurden:

1x Selfiekönigin, 1x Fernsehserien, 1x Detox-Kur und 1x Hundeselfies. Ich bin platt.