Es ist Frühling. Ein lauer Wind weht über weite Felder, die auf einer Seite durch einen Wald begrenzt sind. Zwei Männer sitzen auf der Kühlerhaube eines Autos und schauen in die Ferne.
KARL: Siehst du die Bäume da drüben?
MARIUS: Na ja, da sind ziemlich viele Bäume, wenn du mich fragst.
KARL: Nein, nicht die auf der anderen Seite. Da stehen ein paar mitten zwischen den Feldern, so ganz eng beieinander, als würden sie einen Plan aushecken, wie sie’s den grossen Eichen heimzahlen können, von denen sie in der Baumschule immer geplagt worden sind.
MARIUS: Ach ja. Die sehen eigentlich aus, als ob sie da gar nicht hin gehörten.
KARL: Nun, da ist ein Teich, in ihrer Mitte. Das Wasser ist tiefschwarz. Und wenn du nicht weisst, dass da ein Teich ist, weil’s dir einer gesagt hat, dann findest du’s nie raus, weil die Bäume so dicht um ihn herum stehen. Wenn ich jemals eine Leiche verstecken müsste, würd ich’s dort tun.
Beide schweigen.
MARIUS: Ganz schön gefährlich, sowas laut auszusprechen.
Beide schweigen.
KARL: Hmmm. Du hast Recht. Sieht so aus, als müsste ich dich jetzt umbringen.
MARIUS: Wenigstens weisst du schon, wo du die Leiche loswerden kannst.
KARL: Ja, das ist echt eine Erleichterung.
Marius starrt ins Leere.
Karl seufzt.
Marius kratzt sich am Hals.
KARL: Noch ’n Bier?
MARIUS: Ja, gern.