«Where the press is free, and every man able to read, all is safe.» - Thomas Jefferson
Das stimmt. Das Problem ist, dass es sowohl Journalisten als auch Leser zuhauf gibt, die Pressefreiheit mit Indiskretion oder gar Blossstellung verwechseln.
Aber vielleicht hat Jefferson auch das bedacht, denn er ergänzt ja richtigerweise, dass jedermann auch lesen können müsste bzw. «fähig ist, zu lesen». Um ein fähiger Leser zu sein, muss man mehr können als nur Buchstaben entziffern. Man muss auch noch verstehen, was man liest, wer es geschrieben hat und mit welcher Absicht. In einer idealen Welt würde dadurch das Interesse an sensationslüsterner Überinformation ganz von selber irgendwann versickern.
Ob das zu schaffen ist? Vielleicht müssen erst ein paar tausend Studien beweisen, dass die Aufnahme von Wissen aus rein voyeuristischen Gründen schädlich für die Potenz ist und dick macht. Aber im Ernst. Hören wir doch auf, Stories über den bösen Clown im Präsidentenrennen (hihi, Kopfkino) zu teilen. Und was dem entführten Jungen genau passiert ist, geht uns doch eigentlich rein gar nichts an, oder?